Symposium mit Urheber der Integraltheorie Prof. Dr. Peter Petros aus Australien

  • Goeschen, Müller-Funogea und Petros

  • Müller-Funogea’s Vortrag über Mischinkontinenz

Vor etwa 25 Jahren publizierte Prof. Dr. Peter Petros die Integraltheorie des Beckenbodens, welche seither die klinische Praxis der Urogynäkologie wesentlich beeinflusst hat.

Dies nahm Prim. Dr. Burghard Abendstein, Facharzt für Frauenheilkunde und Chirurgie, der gemeinsam mit Petros zahlreiche Fachbeiträge veröffentlicht hat, zum Anlass vom 26.-27.05.2017 Gynäkologen und Urologen aus dem deutschsprachigen Raum zu einem besonderen Symposium im Landeskrankenhaus Feldkirch in Österreich einzuladen: Am Freitag 26.05.2017 gab es einen Praxistag mit Live-Übertragungen von Inkontinenz- und Senkungsoperationen aus dem OP zum Zweck der Demonstration operativer Eingriffe, sowie zwei Vorträge zur Integraltheorie von Prof. Dr. Peter Petros und Prof. Dr. Klaus Goeschen aus Hannover. Im zweiten Teil der Veranstaltung beleuchteten Experten den theoretischen Hintergrund der modernen Behandlungsmöglichkeiten.

„Ursprünglich hatte man in der Medizin angenommen, dass diese Beschwerden auf eine Fehlleistung der Blase zurückzuführen seien. In den frühen 90er Jahren hatte Prof. Peter Petros erkannt, dass gerade die Beschaffenheit des gesamten Bindegewebes im Beckenboden der Frau hier die zentrale Rolle spielt.

Hierzu gehören Bänder, welche die Harnröhre, die Scheide, die Gebärmutter und den Mastdarm fixieren und damit eine wichtige Funktion sowohl für die Blase als auch für das Rektum erfüllen. Das Bindegewebe am kleinen Becken hält bzw. stabilisiert die Blase wie ein Korsett“, führte Dr. Abendstein aus.

Integraltheorie bedeutet somit, alle Faktoren, die bei der Beckenbodenfehlfunktion eine Rolle spielen, zu integrieren. Die Integraltheorie befindet sich in eine permanente Entwicklung und hat sich schon als medizinische Denkweise etabliert.

Die Diagnosestellung erfolgt immer im Rahmen eines ausführlichen Gesprächs und durch eine genaue klinische Untersuchung, welche durch eine Ultraschalluntersuchung vervollständigt wird.

„Dabei geht es um die Wiederherstellung der Funktion, mit der richtigen Methode für jede individuelle Ursache. Im Fokus haben wir die Patientin und ihre Beschwerden“, so Abendstein.

Dr. Ion-Andrei Müller-Funogea wurde von der Expertenrunde beauftragt, die Neuentwicklungen in der Diagnose und Behandlung der Misch-Inkontinenz der Frau darzustellen. Eine gemeinsame Strategie in der Behandlung dieser Krankheitsbilder wurde anschließend entschieden.

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