Gebärmuttererhaltende Operation

Neue wissenschafliche Arbeiten aus Scandinavien zeigen, dass Frauen ohne Gebärmutterentfernung, als mit Erhaltung der Gebärmutter nur halb so häufig Blasen- und Darmprobleme entwickeln wie Frauen, bei denen die Gebärmutter entfernt wurde.

Aufbauend auf den aktuellen Erkenntnissen der Beckenbodenfunktion bieten wir neue, wenig belastende, schmerzarme Operationen an, die im Rahmen der  minimal-invasiven Chirurgie unter den Begriff „gebärmuttererhaltende Operation“ als schonende Operation fallen.

Die Gebärmutter muss keinesfalls immer entfernt werden, wie heute noch viele Ärzte glauben. Eine Gebärmutter-Entfernung (Hysterektomie) führt eher zu Blasenproblemen im späteren Leben, wie neuere wissenschaftliche Arbeiten zeigen. Zusätzlich verursacht sie eine neue „Bruchpforte“ im Beckenboden, wo sich später Probleme entwickeln können.

Bei Gebärmuttererhaltung  ist es ebenfalls weiterhin möglich, ein Kind zu bekommen. Wir empfehlen dann einen Kaiserschnitt.

Der Grund, warum die nach wie vor in Europa und den meisten Teilen der Welt angewandten Operationen bei Senkung, Vorfall oder Prolaps der Genitalorgane in Form von oft zu schlechten Ergebnissen führen liegt darin, dass sie ungenau sind. Die Gebärmutter wird in aller Regel routinemäßig zusammen mit einer Scheidenmanschette entfernt, die Scheidenwand  angehoben und überschüssige Haut weggeschnitten. Dadurch gerät die vorgeschädigte Haut frühzeitig unter Spannung und die Nähte können ausreißen.

Die geringe Gewebespannung und das erneute Nachgeben der überstreckten Wand führt oft nur zu einer kurzen Besserung, in vielen Fällen sogar zur Verschlechterung der Beschwerden.

In diesem Sinne, operieren wir heute so, dass Haut oder zu viel Gewebe nicht mehr entfernt wird, sondern wiederverwendet und spannungsfrei elastisch in Schichten übereinandergelegt wird.