Behandlungserfolge bei Inkontinenz

Es gibt für keine Operation eine Erfolgsgarantie. Ein großer Vorteil der Operationstechnik nach Goeschen/Petros gegenüber herkömmlichen Operationen ist, dass eine normale Anatomie wiederhergestellt wird. Die Scheide wird nicht verkürzt oder unter Spannung gesetzt, verbleibt in normaler anatomischer Lage und nur kleine Narben entstehen.

Jüngste Ergebnisse der International Society for Pelviperineology sind im International Journal of Urogynaecology und aus dem KVINNO Centre Deutschland im „Frauenarzt“ veröffentlicht. Dabei wurden folgende Ergebnisse erreicht (Verbesserung laut Patientenangabe):

  • Belastungsinkontinenz 88%
  • Dranginkontinenz 78%
  • häufiges Wasserlassen bei Tag 85%
  • häufiges nächtliches Wasserlassen 80%
  • ständiger Harndrang 80%
  • Blasenentleerungsstörungen 50%

Verbesserungsrate im Durchschnitt 77,8%

Je nach Schweregrad der Defekte im Beckenboden- und Scheidenbereich sollte man teilweise zweizeitig vorgehen. Der Versuch, alle Defekte immer in einer Sitzung zu beseitigen, hat sich nicht bewährt und wird nicht empfohlen. Dieses kann zu Überkorrekturen bzw. zu Schmerzen und Blasenentleerungsstörungen führen.